Über uns

Unser Ziel

Wir wollen den Jungen* die Möglichkeit bieten, ihre eigene Identität zu finden und sich mit anderen Jungen* zu treffen. Bei uns können sie sich mit verschiedenen Themen über Rollenbilder, Rollenklischees oder auch der eigenen Rolle in der Gesellschaft auseinandersetzen. Bis jetzt war der Fokus der geschlechterbezogenen Jugendarbeit auf Mädchen gelegt. Aber auch junge Männer brauchen auf dem Weg zum Erwachsenen einen sicheren Rückhalt und eine gute Begleitung. Es ist statistisch belegt, dass die Jungen* die Hauptbesuchergruppe in den Räumen der Offenen Jugendarbeit darstellen. Dennoch gibt es nur sehr wenige bis gar keine Räumlichkeiten, die ausschließlich nur für Jungen* sind. So ist die Grundidee entstanden, ein Jungen*zentrum aufzubauen, in dem der Fokus auf die Jungs* gelegt wird. An diesem Ort sollen sich die Jungen* in einem geschützten Rahmen treffen können – ohne dem Druck ausgesetzt zu sein, den zugeschriebenen Rollenbildern gerecht werden zu müssen. Daraus ist die Vision für ein Jungen*kompetenzzentrum entstanden.

Klischees aufbrechen

Die Idee des Jungen*kompetenzzentrums gliedert sich in zwei Bereiche. Zum einen geht es um ein Zentrum für Jungen*, in dem sie Kompetenzen in verschiedenen Lebensbereichen vermittelt bekommen. Das Ziel von diesem niederschwelligen Angebot ist es, den Jungs* einen geschützten Rahmen zu bieten, in dem sie sich mit ihrer eigenen Identität auseinandersetzen können. So sollen sie die Möglichkeit bekommen, die Rollenbilder und Rollenklischees, denen sie täglich in ihrem sozialen Umfeld, in den verschiedenen Medien, sowie in der Gesellschaft ausgesetzt sind, aufzubrechen und somit ihr eigenes Bild und ihr eigenes Verständnis für eine geschlechtergerechte Zukunft zu gestalten.
Das Jungen*kompetenzzentrum ist aber auch ein Begegnungsort – eine Drehscheibe für Fachkräfte, die in der geschlechtersensiblen Jugendarbeit tätig sind, sowie für Schulen und soziale Einrichtungen, aber auch für Eltern und Erziehungsberechtigte, die Polizei, Betriebe, die Politik, Privatpersonen, Religionsgemeinschaften und all jene, die sich für Geschlechtergerechtigkeit einsetzen möchten und sich für das Thema interessieren. Der Fokus wird hier hauptsächlich auf Vernetzung, Kooperation, Synergien, Weiterbildung, Fortbildung und Austauschmöglichkeiten untereinander gesetzt.

Die Geschichte

Im Jahr 2007 entstand in Zusammenarbeit verschiedener Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit, ifs (Institut für Sozialdienste), dem Land Vorarlberg und der KoJE (Koordinationsbüro für Offene Jugendarbeit und Entwicklung), ein Positionspapier zur geschlechterbezogenen Jugendarbeit im Handlungsfeld der offenen Jugendarbeit. Es kristallisierte sich schnell heraus, dass für eine gelingende Mädchen*arbeit, auch eine adäquate Jungen*arbeit notwendig ist. In diesem Positionspapier wurde zudem in jeder größeren Gemeinde und in jeder Stadt Vorarlbergs, ein Mädchenzentrum gefordert. Diese Angebote waren und sind für die feministische Mädchen*arbeit enorm wichtig und ein zentraler Ort für Fragen und Anliegen zur geschlechtersensiblen Jugendarbeit im Land.
Da wir noch keine Finanzierung bekommen haben und alles auf ehrenamtlicher Basis erarbeiten, ist es für uns (noch) sehr schwer, an die weitere professionelle Entwicklung heranzugehen und weitere Schritte zu planen. Dennoch lassen wir uns nicht entmutigen und hoffen, dass wir bald gute Nachrichten für euch haben.

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