Rolemodels sind so viel mehr…

In unserer 2. Diskussionsrunde wurden viele Mythen rund um die Rolemodels aufgedeckt. Zu Beginn ging es bei der Vorstellungsrunde aller Teilnehmenden auch schon um die Erfahrungen mit „Ihren“ Rolemodels. So wurde es uns auch ziemlich schnell klar, dass ein Rolemodel nicht und bedingt Personen abhängig ist, sondern sich Rolemodels auch auf Gesellschaften, Kulturen und Religionen ausweiten können.

Gemeinsam diskutierten wir über die Vorteile, die Gefahren und die Utopien über die Rolemodels.

Eine Erkenntnis aus dem ganzen war, dass die Medien einen enormen Einfluss auf unsere Rolemodels haben. Hier besteht eine der größten Gefahren. Denn die Macht der Medien die Menschen und die Gesellschaften zu manipulieren ist enorm groß! Wir müssen dies stets kritisch betrachten und unsere eigenen Bilder davon machen.

Als wir dann die Vorbilder mit der „Genderbrille“ betrachteten…

  • Wie beinflusst das Gender (sozial zugeschriebenes Geschlecht) die Rolemodels?
  • Gibt es einen Unterschied hierbei bei Mann*, Frau* und Transgender*?

…wurde uns klar, dass es auch bei den Rolemodels eine Geschlechterzuschreibung gibt. Diese werden aber stark durch die verschiedenen Zuschreibungen beeinflusst. Frauen sind familiär, sozial, können Gefühle zeigen. Männer sind stark, haben Macht, zeigen keine schwächen. (Dies sind natürlich nur Zuschreibungen deren Haltungen und Hintergründe nicht unserer Vorstellungen entspricht!). Wenn wir diese Zuschreibungen aufbrechen und dekonstruieren, verändert sich auch schnell der Blick auf die Rollen und somit bekommen die Geschlechter eine andere Vorbildfunktion.

Ein weiterer Einfluss auf die Funktion der Rolemodels haben auch die eigene aktuelle Lebens- und Alltagssituation. Bin ich in der Arbeit, Schule usw. habe ich andere Vorbilder als wenn ich in der Freizeit und/oder in der eigenen Familie bin. Bin ich in einer Partnerschaft oder lebe ich alleine.

Wir müssen dies Intersektional betrachten. Dann kommen wir zur Erkenntnis, dass sich die Rolemodels auf die jeweilige Lebenssituation verändern.

Was wir alle haben ist, dass jede*r von uns ein Rolemodel, ein Vorbild und ein Ideal ist. Dies müssen wir uns stets bewusst sein bei unserem Handeln und Tun!

Wir möchten uns nochmals bei allen beteiligten recht herzlich für den tollen Diskussionsabend bedanken! Ein großes Dankeschön möchten wir auch der Offenen Jugendarbeit Götzis sagen, für die Bereitstellung der Räumlichkeiten!

Unsere nächste Diskussionsrunde findet am 07.04.2020 statt. Dort werden wir uns mit dem Thema „Identität(en)“ befassen!

Eine genauere Ausschreibung folgt in kürze!

Du möchtest Dich aber jetzt schon für die Diskussionsrunde anmelden? Dann melde Dich bei Markus unter der Nummer +436604837807 oder per Mail office@jukz.or.at

Wir freuen uns schon Dich/Euch begrüßen zu dürfen und wünschen euch bis dahin noch eine sonnige Zeit!

Euer JuKZ! TEAM

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